Die Enstehung der Narrengesellschaft Murganesen Frauenfeld 1966

Urgeschichte von Werner Rösch

Die  Idee, eine Fasnachtsgesellschaft zu gründen, wurde während der Fasnacht  1965 geboren, doch war es bereits zu spät, im gleichen Jahr noch etwas  zu unternehmen. Ich verschob den Gedanken auf den Herbst 1966. Das Gespräch fand im Restaurant Schweizerbund satt. Dazu wurden Erich  Partsch, Werner Bötschi, Arthur Diem und Paul Epper von mir eingeladen.

Dort stellte ich den Plan der Gründung einer Narrengesellschaft mit folgendem Programm vor:

Stadtübernahme, Fasnachts-Zeitung, Narrenabend, Umzug, Stadtrückgabe, Gründung einer Guggenmusik.

Die Versammelten stimmten schliesslich auch meinem Vorschlag für den Namen  der neuen Gesellschaft zu. Sie soll Narrengesellschaft Murganesen (NGM)  heissen

Die  zweite Sitzung fand bereits eine Woche später statt. Zu dieser Sitzung  lud ich zusätzlich noch meinen Freund Werner Eberli, Kunstmaler aus Gottlieben (damals wohnhaft in Frauenfeld) und Ernst Roth vomdamaligen  Waffengeschäft ein.

Werner Eberli konnte uns schon das Signet  vorstellen, ferner wurde er beauftragt, eine Mütze zu entwerfen. Weiters  beschlossen wir in dieser Sitzung, unsere Fasnacht auf die  Herrenfasnacht festzulegen (Schmutziger-Donnerstag bis Fasnacht-Dienstag). Wir wollten bewusst nicht wie bisher in Frauenfeld  und im ganzen Kanton die Bauernfasnacht dazu wählen, um sowohl die  reformierte, als auch die katholische Bevölkerung und auch den  Maskenball im katholischen Vereinshaus einzubeziehen.

Wir  fünf gaben uns den Auftrag, Kolleginnen und Kollegen zu suchen und  deren Adresse mir umgehend zu melden. Bereits in den folgenden Tagen  wurde mit der Anfertigung von Fantasie-Instrumenten in der Werkstatt von  Willi Läderach begonnen. Es begann auch schon die Arbeit an der ersten  Zeitung.

Ende Oktober lud ich zur ersten grossen Versammlung ins Restaurant Gamper ein. Es erschienen rund 50 Personen, die sich orientieren liessen.

Ich  stellte den Geladenen den Namen und das vorgesehene Programm der  Fasnachtsgesellschaft vor. Die Mehrheit der Anwesenden war begeistert  und bereit mitzuhelfen. Ich lehnte das Präsidium ab, denn es sollte ein Präsident gesucht werden, der wenn möglich allzeit erreichbar ist.  Vorgeschlagen und gewählt wurde darauf Fredi Raas senior.

Die  Gründungsversammlung fand kurze Zeit später im Restaurant Kehlhof statt. Bei dieser Gelegenheit wurde der erste 13er Rat gewählt.

Werner Rösch zum 25-Jahr-Jubiläum

1991: Die Narrengesellschaft wird mit dem "Anerkennungspreis der Stadt Frauenfeld" ausgezeichnet.
2003: Der Narrenbrunner "Aquamobil" wird eingeweiht.
2009: An der 43. Jahresversammlung wird der Vorstand und der 13er Rat zu einem  Gremium zusammengeführt und es wird eine neue Narrenkappe für den 13er  Rat beschlossen.
2010: Die Narrengesellschaft kann das 44-Jahr-Jubiläum feiern.

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